Wir Männer sind es gewohnt, nach einer gründlichen Rasur Rasierwasser auf die mitunter geschundene Haut zu klatschen und dabei laut brüllend durch den Raum zu laufen. Das kann durchaus ein erfrischendes Morgenritual sein, aber manchmal mag die Haut das auf Dauer auch nicht so gern, und dann ist es vorbei mit dem Aftershave-Spaß.
Die erste Rettung ist normalerweise, auf eine Aftershave-Lotion umzusteigen. Bei der muss man nicht mehr brüllen und sie ist oft viel verträglicher. Doch leider schrumpft damit die Auswahl auf sehr viel weniger Düfte zusammen, was betrüblich ist. Dabei gibt es eine andere einfache Lösung für das Problem: Parfüm.
Parfüm ist wesentlich konzentrierter als Rasierwasser, oder anders ausgedrückt, der Alkoholgehalt ist geringer. Dadurch genügt nun eine sehr kleine Dosis, um die gleiche Duftintensität zu erhalten. Seit einiger Zeit spiele ich daher mit folgender einfachen Methode herum: Nach der Rasur nehme ich einen Alaunstein, der praktisch geruchsneutral ist. Anschließend verwende ich eine winzige Menge Parfüm im Halsbereich unter den Ohren. Das funktioniert ganz hervorragend und durch die kleine Menge ist das Problem der Unverträglichkeit fast vollständig verschwunden.
Leider gibt es auch hier einen Haken: Das Angebot an Männerparfüms ist noch kleiner als das der Aftershave-Lotions. Wenn es einmal Parfüm für Männer gibt, dann ist es meistens auch etwas Tolles, aber es gibt einfach sehr wenig. Ich denke, das ist wieder mal ein Thema, bei dem die Anbieter umdenken sollten. Bis dahin muss man sich wohl mit den wenigen Insider-Quellen zufriedengeben, die existieren. Wenn ich einmal gut gelaunt bin und Zeit habe, dann werde ich auch welche verraten.
Bis dahin musst du dich mit den vielen anderen Tipps aus meinem Buch übers Rasieren begnügen.
In diesem Rasier-Blog berichte ich von aktuellen Experimenten, neuesten Spielereien und Produkten rund ums Rasieren. Alles subjektiv und nur zur Gaudi. Wer noch mehr übers Rasieren lesen will, für den gibt es mein Buch "Männersache Rasieren".
Donnerstag, 10. August 2017
Mittwoch, 19. Juli 2017
Rasieren ist männlich
Die ultimative Form der Männlichkeit ist der einsame Revolverheld in einem Western. Ein wenig aus Zufall habe ich jetzt wieder einen der Klassiker angesehen: The War Wagon mit John Wayne.
In diesem Film erleichtern zwei gute Revolverhelden einen bösen Minenbesitzer um eine Wagenladung Goldstaub und sein Leben. Natürlich setzt der Regisseur alles daran, die beiden Guten besonders männlich darzustellen, und siehe da: Es gibt insgesamt drei Rasierszenen. Das ist ganz schön viel für einen Film, in dem es primär um rauchende Colts geht.
In einer Szene sieht man im Hintergrund einen Barbier, der einem Cowboy die Bartstoppeln kappt. Das ist der Normalo, einer der vielen Unbenannten, die im weiteren Verlauf von einer streuenden Kugel getroffen zu Boden sinken, bevor sie auch nur die Hand am Schießeisen hatten. Deshalb bekommt er auch nur eine knappe Sekunde Sendezeit, während der echte Mann den Saloon betritt. Dieser Hintergrund-Cowboy hätte heute wahrscheinlich einen Elektrorasierer.
Eine andere Rasierszene zeigt, wie sich einer der Guten mit einem offenen Messer von zwei Asiatinnen rasieren lässt. Klare Message: Frauenheld, der das Messer selber führen könnte, es aber nicht tut, weil er es sanft liebt, wenn Härte nicht erforderlich ist. Das ist der Gillette-Fusion-Nutzer.
Und dann kommt John Wayne. Er führt eine ganze Verhandlung während des Rasierens. Das ist der heutige Hobel-Anwender.
Also, wenn wir schon keinen Colt mehr am Gürtel hängen haben, dann lasst uns wenigstens einen ordentlichen Rasierer nehmen! Und natürlich ein gutes Buch übers Rasieren lesen.
In diesem Film erleichtern zwei gute Revolverhelden einen bösen Minenbesitzer um eine Wagenladung Goldstaub und sein Leben. Natürlich setzt der Regisseur alles daran, die beiden Guten besonders männlich darzustellen, und siehe da: Es gibt insgesamt drei Rasierszenen. Das ist ganz schön viel für einen Film, in dem es primär um rauchende Colts geht.
In einer Szene sieht man im Hintergrund einen Barbier, der einem Cowboy die Bartstoppeln kappt. Das ist der Normalo, einer der vielen Unbenannten, die im weiteren Verlauf von einer streuenden Kugel getroffen zu Boden sinken, bevor sie auch nur die Hand am Schießeisen hatten. Deshalb bekommt er auch nur eine knappe Sekunde Sendezeit, während der echte Mann den Saloon betritt. Dieser Hintergrund-Cowboy hätte heute wahrscheinlich einen Elektrorasierer.
Eine andere Rasierszene zeigt, wie sich einer der Guten mit einem offenen Messer von zwei Asiatinnen rasieren lässt. Klare Message: Frauenheld, der das Messer selber führen könnte, es aber nicht tut, weil er es sanft liebt, wenn Härte nicht erforderlich ist. Das ist der Gillette-Fusion-Nutzer.
Und dann kommt John Wayne. Er führt eine ganze Verhandlung während des Rasierens. Das ist der heutige Hobel-Anwender.
Also, wenn wir schon keinen Colt mehr am Gürtel hängen haben, dann lasst uns wenigstens einen ordentlichen Rasierer nehmen! Und natürlich ein gutes Buch übers Rasieren lesen.
Montag, 28. November 2016
Rasieren mit dem Strich oder gegen den Strich?
Als Autor eines Rasierbuches werde ich naturgemäß häufiger alle möglichen Dinge über die Rasur gefragt. Eine der gängigeren Fragen lautet: "Ist es eigentlich gründlicher, sich gegen den Strich zu rasieren oder mit dem Strich?"
Ich finde diese Frage erstaunlich, besonders wenn sie von jemandem über 50 gestellt wird. Ich hätte erwartet, dass jeder nach mehreren Jahrzehnten Rasiererfahrung die Antwort selbst herausgefunden haben sollte, zumal sie so leicht zu erkennen ist: Die Rasur gegen den Strich ist gründlicher, und zwar sehr viel.
Wieso weiß das nicht jeder? Ich vermute, weil die Frage eigentlich eine andere ist. Dass die Rasur gegen den Strich gründlicher ist, weiß natürlich fast jeder. Was die meisten hingegen nicht wissen, wie man sich gegen den Strich rasiert, ohne dass es schmerzt und ohne dass Blut fließt. Die Frage enthält also die (natürlich vergebliche) Hoffnung darauf, dass ich bestätigen werde, die Rasur mit dem Strich sei genauso gründlich wie gegen den Strich, wenn man es denn nur richtig macht. Leider kann ich das nicht bestätigen: Wer es gründlich will, kommt auf die Rasur gegen den Strich nicht herum.
Diese Nachricht ist aber viel weniger schlimm als sie scheint. Es gibt zwar keinen Trick, wie man sich mit dem Strich genauso gründlich rasieren kann wie gegen den Strich. Aber es gibt einen Trick, durch den es gegen den Strich nicht schlimm wird. Und der geht so:
Man teilt die Rasur auf zwei Durchgänge auf: einen mit, einen gegen den Strich. Der erste Durchgang mit dem Strich ist zwar erst einmal ziemlich ungründlich, aber das macht nichts, weil der Feinschliff ja erst danach kommt. Der wiederum geht sehr leicht, wenn die Haare schon einmal gekürzt sind. Und auf einmal ist die Rasur nicht nur sanft, sondern auch gründlich. Das ist doch eine gute Antwort auf die Frage, oder?
Und es ist bestimmt auch Grund genug, mein Buch übers Rasieren zu lesen.
Ich finde diese Frage erstaunlich, besonders wenn sie von jemandem über 50 gestellt wird. Ich hätte erwartet, dass jeder nach mehreren Jahrzehnten Rasiererfahrung die Antwort selbst herausgefunden haben sollte, zumal sie so leicht zu erkennen ist: Die Rasur gegen den Strich ist gründlicher, und zwar sehr viel.
Wieso weiß das nicht jeder? Ich vermute, weil die Frage eigentlich eine andere ist. Dass die Rasur gegen den Strich gründlicher ist, weiß natürlich fast jeder. Was die meisten hingegen nicht wissen, wie man sich gegen den Strich rasiert, ohne dass es schmerzt und ohne dass Blut fließt. Die Frage enthält also die (natürlich vergebliche) Hoffnung darauf, dass ich bestätigen werde, die Rasur mit dem Strich sei genauso gründlich wie gegen den Strich, wenn man es denn nur richtig macht. Leider kann ich das nicht bestätigen: Wer es gründlich will, kommt auf die Rasur gegen den Strich nicht herum.
Diese Nachricht ist aber viel weniger schlimm als sie scheint. Es gibt zwar keinen Trick, wie man sich mit dem Strich genauso gründlich rasieren kann wie gegen den Strich. Aber es gibt einen Trick, durch den es gegen den Strich nicht schlimm wird. Und der geht so:
Man teilt die Rasur auf zwei Durchgänge auf: einen mit, einen gegen den Strich. Der erste Durchgang mit dem Strich ist zwar erst einmal ziemlich ungründlich, aber das macht nichts, weil der Feinschliff ja erst danach kommt. Der wiederum geht sehr leicht, wenn die Haare schon einmal gekürzt sind. Und auf einmal ist die Rasur nicht nur sanft, sondern auch gründlich. Das ist doch eine gute Antwort auf die Frage, oder?
Und es ist bestimmt auch Grund genug, mein Buch übers Rasieren zu lesen.
Samstag, 19. November 2016
Mist: geschnitten!
Wer echte Klingen einsetzt, darf sich nicht wundern, wenn auch mal Blut spritzt. Trotzdem habe ich mich heute morgen beim Rasieren gewundert, als der Schnitt da war.
Wer jetzt denkt, ich meine mit Klinge eine Feather in einem Brachial-Rasierer wie dem Merkur Futur, der irrt sich. Es war eine Fusion-Klinge, mit der ich das Bohrloch eröffnet habe. Und zwar, nachdem ich mit einer Feather-Klinge den ersten Durchgang hinter mir hatte. Wie kann das passieren?
Im Detail gibt es natürlich viele Möglichkeiten, wodurch man sich schneidet, und in meinem Buch diskutiere ich sie auch brav, aber nachdem man weiß, wie man eine Klinge zu führen hat, gibt es am Ende immer nur einen einzeigen Grund: fehlende Konzentration. In meinem Fall fällt diese Kleinigkeit immer an derselben Stelle auf, einem Muttermal, das eine leichte Erhöhung hat. Wenn ich dort gegen den Strich rasiere und zu fest aufdrücke, dann plätschert es. Das weiß ich jetzt seit einigen Jahrzehnten, und dennoch passiert es mir immer wieder.
Und das ist gut so: Denn es ist ein Warnschuss am Morgen, dass man gefälligst sein Gehirn anstellen soll. Das habe ich dann mit etwas Verspätung auch getan.
Freitag, 18. November 2016
Rasier-Hobeln falsch gemacht
Ein Rasierhobel ist anders als Systemrasierer: Wer hier nicht genau arbeitet sieht Blut. In diesem Video sieht man, wie man es besser nicht machen sollte.
Es gibt viele verschiedene Stile, sich zu rasieren, und wer mein Buch kennt, weiß dass ich nie versuche, irgendwem meinem Stil aufzudrücken. Aber neben vielen richtigen Stilen der Rasur gibt es auch definitiv falsche - voraussgesetzt, man möchte keine Krankschreibung aufgrund herunterhängender Hautfetzen oder durchstochener Wangen provozieren.
Bei der Crowdfunding-Campagne für das neue Model T von Rockwell gibt es den üblichen Image-Film auf YouTube. Darin zeigt die Firma, wie sie sich das Rasieren mit den eigenen Rasierhobeln vorstellt:
Was man dort sieht, ist ein Graus. Alle drei gezeigten Personen machen zwei Fehler, die sie nach wenigen Tagen bereuen werden (der rechte vermutlich am meisten, weil er die zarteste Haut hat, wie Frauen wohl sagen würden):
Um es besser zu machen gibt es einen einfachen Trick: Ein gutes Buch darüber lesen.
Es gibt viele verschiedene Stile, sich zu rasieren, und wer mein Buch kennt, weiß dass ich nie versuche, irgendwem meinem Stil aufzudrücken. Aber neben vielen richtigen Stilen der Rasur gibt es auch definitiv falsche - voraussgesetzt, man möchte keine Krankschreibung aufgrund herunterhängender Hautfetzen oder durchstochener Wangen provozieren.
Bei der Crowdfunding-Campagne für das neue Model T von Rockwell gibt es den üblichen Image-Film auf YouTube. Darin zeigt die Firma, wie sie sich das Rasieren mit den eigenen Rasierhobeln vorstellt:
Was man dort sieht, ist ein Graus. Alle drei gezeigten Personen machen zwei Fehler, die sie nach wenigen Tagen bereuen werden (der rechte vermutlich am meisten, weil er die zarteste Haut hat, wie Frauen wohl sagen würden):
- Alle drei greifen den Rasierer viel zu kurz. Wenn man das so macht, dann drückt man fast sicher zu fest auf und kann die Feinheiten der Bewegung nicht gut steuern. Deshalb haben Rasierer ja einen Griff und deshalb fasst man auch einen Füller nicht ganz vorn an.
- Sie streichen viel zu oft über dieselbe Stelle. Das ist vermutlich die Folge davon, dass es beim ersetn Zug nicht richtig gründlich wurde (siehe eben) und man deshalb immer wieder herumraspelt, um doch noch den Bart abzubekommen. Damit ist der Rasurbrand aber so gut wie vorprogrammiert und die Lust am Hobeln schnell wieder vorbei.
Um es besser zu machen gibt es einen einfachen Trick: Ein gutes Buch darüber lesen.
Sonntag, 13. November 2016
Rockwell Razor (Hobel) Model T: der Merkur Vision in Neuauflage
Rockwell Razors baut stahlharte Klingenrasierer in den USA. Ihr neuestes Modell ist das Modell T, ein verstellbarer Butterfly-Hobel.
Wie ich schon früher geschrieben hatte, finanziert die kleine amerikanische Firma Rockwell
![]() |
| Rockwell Razor Model T mit dem passenden Metallständer (Pressebild). |
Razors ihre Neuentwicklungen per Crowdfunding, so auch dieses Model T. Wieso komme ich gerade heute darauf, mir das genauer anzusehen? Wer meinen Blog verfolgt, weiß dass ich vor wenigen Tagen eine Strecke über den Philips OneBlade gebracht habe und infolge der übermäßigen Sanftheit ein unbändiges Verlangen nach etwas Härterem Ausschau hatte. Klar, dass ich dann auf Rockwell stoße, denn Rockwell ist eine Maßeinheit für Härte.
Diesen Klingenrasierer Model T gibt es noch nicht zu kaufen, aber die Spezifikationen klingen interessant. Es ist ein Butterfly-Hobel, also ein Rasierer, dessen Kopfklappen man durch Drehen des Griffes nach oben aufdrehen kann, um die Rasierklinge einzulegen. Zudem hat dieser Rasierer, wie alle Modelle von Rockwell, eine Möglichkeit den Klingenspalt zu verstellen. Während dies bei dem alten Modell 6S aber noch durch Austauschen eines Teils erfolgt, kann man es beim Model T durch einfaches Drehen eines Einstellrings erreichen. Wer das neue Model T vorbestellen will, kann auf der Crowdfunding-Seite Indiegogo machen, sollte dabei aber beachten, dass es sich um ein Projekt mit Risiko handelt: Es kann sein, dass sich die Serienproduktion deutlich verzögert oder auch ganz scheitert. Sei dir also im Klaren darüber, dass du mit deiner Vorbestellung in erster Linie das Projekt ideell und mit Geld unterstützt und erst in zweiter Linie als Gegenleistung wahrscheinlich den angekündigten Rasierer erhältst.
Und jetzt zu einer grundsätzlichen Frage: Ist das Modell T wirklich eine Neuheit? Nein, ist es nicht. Sondern es ist eine Art Neuauflage eines Rasierers, den Dovo nicht mehr baut: der Merkur Vision 2000. Insofern schließt Rockwell eine schmerzhafte Lücke. Aber ich bin gespannt, ob der neue Harte mit der Solinger Qualität mithalten kann.
-
Und jetzt könntest du in meinem Buch mehr über den Merkur Vision 2000 nachlesen.
Donnerstag, 10. November 2016
Rockwell Razor: Crowdfunding für die Härteren
Eine amerikanische
Subkultur liebt harte Geräte aus kaltem Stahl, die mit niedrigsten Toleranzen
gefertigt wurden. Solche Geräte sind auch für uns die reine Freude. Hier ein
interessantes Crowdfunding-Projekt.
In Amerika sind billige Plastikwaren der Standard. Im
Mainstream gibt es unglaublich billiges Wegwerfzeugs, das erkennbar nur dafür
gebaut wurde, dass man es kauft, die Lust daran verliert und dann ohne weitere
Umschweife im großen Müllcontainer deponiert. Allerdings schreit dieses
Verhalten nach einer Gegenbewegung, die dann genau das Gegenteil verfolgt:
Langlebige Produkte, mit großem handwerklichen Geschick gefertigt und liebevoll
oberflächenbehandelt. Deshalb findet man in Amerika eine kleine Untergrundbewegung,
die wundervolle Feinwerktechnik liefert. Ein wenig vermischt sich das mit der
Liebe zu Waffen, die ja genau in dieses Raster fallen. Und hat ein Rasierer
nicht ebenfalls genau diese Eigenschaften?
![]() |
| Rockwell Razor (Rasierhobel), Model T. Pressebild. |
Das sagte sich wohl auch die Firma Rockwell Razors und baut
seitdem Rasierhobel mit dem Charme einer Smith & Wesson. Ehrlich gesagt
wundert es mich, dass man bei Smith & Wesson nicht selbst darauf
gekommen ist, aber manchmal braucht man wohl einen Außenstehenden, um das
Offensichtliche zu erkennen. Als junges Unternehmen wählt Rockwell auch
einen neuartigen Vertriebsweg: Die ersten Stücke ihrer Rasierer werden via
Crowdfunding finanziert bzw. vermarktet.
Rasierer Crowdfunding
Crowdfunding ist eine neuartige Finanzierungsform, bei der junge Projekte einer Öffentlichkeit vorgestellt werden und jeder einen Geldbetrag zur Fertigstellung der Entwicklung dazugeben kann. Das kann in Form einer Art Spende geschehen, aber die meisten Teilnehmer erwarten eine Gegenleistung. Daher bekommt man normalerweise je nach Geldbetrag eines der ersten produzierten Produkte. Vorausgesetzt natürlich, die Produktion wird erfolgreich; denn es kann auch schiefgehen, und dann ist das Geld weg. Man darf Crowdfunding daher nicht mit einem normalen Einkauf verwechseln. Es ist eine Mischung aus Anschubfinanzierung und Vorab-Bestellung eines Produktes, das bisher noch nicht produziert wurde. Von den "Contributoren" wird erwartet, dass sie das Projekt in erster Linie ideell unterstützen und sich freuen, wenn es am Ende wirklich klappt. Wenn die Serienproduktion nicht klappt, dann soll man sich nicht über das verlorene Geld ärgern, sondern mit den Entwicklern über deren Misserfolg leiden.
Eine der Plattformen, über die Crowdfunding abgewickelt wird, ist Indiegogo. Das neueste Projekt von Rockwell ist deren neues Modell T, einem verstellbaren Butterfly-Hobel. Die eigentliche Crowdfunding-Phase ist bereits vorbei, aber man kann den Rasierer derzeit auf der Plattform vorbestellen. Wie du dier leicht vorstellen kannst, habe ich das getan und warte ab, wie das Projekt vorankommt. Das alte Modell habe ich natürlich bereits und kann versichern, dass es großartig verarbeitet ist.
Mehr zu diesem Modell T berichte ich in Kürze, damit du genug Zeit hast, in meinem Buch die Seiten über die Butterfly-Hobel zu lesen.
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